Aegidienberg, 11. Dezember 2016

Siebengebirgsmarathon in Aegidienberg

Frank und ich waren am Sonntag unterwegs im kleinsten Gebirge Deutschlands. Schon am Samstag machten wir uns auf die Socken nach Aegidienberg. Wer dort am Abend vor dem Lauf noch etwas essen möchte, sollte vorher reservieren oder ziemlich großes Glück haben, so wie wir. Sowohl das  Griechische Lokal, als auch der ebenso heiß empfohlene Italiener - ausgebucht. Allerdings hatte Letzterer uns dann doch noch vor einer Reservierung einen Platz gegeben und so haben wir fürstlich lecker gegessen.

Gestärkt vom Fisch am Vorabend startete ich mit den anderen Halbmarathonis am Gangpferdezentrum Aegidienberg. Das ist ein ziemlich großes Gestüt mit Reitschule. Hier werden Isländer und Paso Peruano - beides Pferderassen - gepaart und das ergibt eine ganz eigene Pferderasse: die Aegidienberger. Los ging's um 9 Uhr für mich und für Frank, der den Marathon lief um 10 Uhr. Ein sehr schöner Lauf durch den ältesten Naturpark Deutschlands. Das rechtsrheinisch gelegene Minigebirge besteht aus mehr als 50 Anhöhen und Bergen und ist vulkanischen Ursprungs. Warum es ausgerechnet Siebengebirge heißt, ist nicht eindeutig geklärt. Die Vermutungen gehen über die sieben Berge, die man je nach Blickrichtung erkennen kann über die Sieben als magisch betrachtete Zahl bis hin zur Definition der Vollständigkeit wie z. B. dass man "alle Siebensachen beisammen" hat.

Alle sieben Sachen beisammen hatte die Veranstaltung allemal. Bereits morgens ab 6.30 Uhr gab es im Bürgerhaus - die Halle ist auch das Ziel des Laufs - Frühstück, Kaffee, Tee, belegte Brötchen und Kuchen. Es gab ca. 800 Teilnehmer für die Veranstaltung, was eine Rekordzahl nach Angaben des Veranstalters ist. Über 350 Höhenmeter für den Halbmarathon und 650 für den Marathon ging es eine sehr schöne Strecke mit breiten Wegen entlang. Unsere neuen Trailschuhe wären nicht nötig gewesen, da sind wir in heimischen Gefilden anderes gewohnt. Die Temperaturen waren (fast) frühlingshaft knapp unter 10 °C. Nach 2:20h hatte ich meinen Halbmarathon, Frank nach 4:43h den Marathon absolviert.

Nach dem Lauf kann man im Café Schlimbach Kaffee trinken und sehr leckeren selbst gebackenen Kuchen essen. Heike, die sehr nette Besitzerin hat für jeden Besucher herzliche Worte, gerne auch in Englisch, wenn nötig. Weil sie einige Zeit in Chicago verbracht hat gibt es dazu neben Torten und Obstkuchen auch Cinnamon Rolls zum Kaffee. Sehr zu empfehlen!

Text by Konny

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