Berlin-Usedom, 23.-27. Juli 2017

Einmal von Berlin auf die Insel Usedom

– das war unser Ziel der letzten Woche. Nach der Anreise nach Berlin gab es abends ein Briefing, bei dem angenehm schnell alles Wichtige zum Lauf gesagt wurde. Danach gab es in der Schule in Frohnau ein fürstliches Buffet.

Morgens um 7 Uhr brachte uns dann ein Bus nach Berlin-Mitte, wo wir um 08:00 Uhr am Dom in der Nähe des Alexanderplatzes unsere Reise begannen. Und schon bald, noch vor dem ersten VP, sollten wir Bekanntschaft mit dem Wetter machen, das uns die nächsten Tage begleiten sollte: es regnete unwetterartig. Dann folgte auch noch ein Feldweg an dem kleinen Flüsschen Panke entlang, wo es kaum möglich war, den knöchelhohen Pfützen auszuweichen. Ich machte mit Michael etwa die ersten 20 Kilometer gemeinsame Sache, dann lief ich vor. Der Regen liess zum Glück nach und ich erreichte nach 08:06 h und 63 km Hubertusstock, die offizielle Jagdresidenz von Erich Honecker. Michael folgte in 09:39 h, hatte aber wegen eines Verlaufers auch 6 km mehr auf dem Tacho!

Am 2. Tag ging es über 67 km nach Prenzlau. Ich lief / ging bis km 18 gemeinsam mit Michael. Dann musste er beim VP 2 wegen starker Knieschmerzen die Segel streichen. Er konnte nicht mal mehr gehen. Ich rollte dann das Feld nach und nach von hinten auf und war in 09:09 h bei gutem Wetter im Ziel. Nach dem Lauf immer das gleiche Prozedere: kleine Zielverpflegung, Duschen, ab ins Hotel oder Schlafplatz in der Turnhalle richten und um 19:00 Uhr dann Siegerehrung, kurzes Briefing für den nächsten Tag und Abendessen. Und danach nur noch schnell ins Bett.

Etappe 3 sollte dann wettermäßig die Schlimmste werden. Es regnete die 65 km und 08:38 h  unaufhörlich! Da musste man sich schon durchbeißen. Und so war ich richtig glücklich, dass Michael kurzerhand in Eggesin ein Hotel gebucht hat. So konnte ich mich doch viel besser als in der Turnhalle erholen.

Etappe 4 war dann die Königsetappe über 69 km nach Usedom. Bis der Start wegen des Aufrufens der Startnummern erfolgte, war man bereits nass bis zur Unterwäsche. Und das, obwohl ich einen Müllbeutel zur Regenjacke umfunktioniert habe. Nach 2 Stunden ließ dann aber der Regen nach und wir hatten in Küstennähe „nur“ mit sehr starkem Wind zu kämpfen. Trotz aller Bedenken beim Start kam ich relativ gut durch den Tag und war in 09:10 h nach einer landschaftlich schönen Etappe auf der Insel in Usedom.

Besonders schön war, dass Michael am letzten Tag nochmal seine Laufschuhe schnüren konnte. Und nun machte die Sonneninsel ihrem Namen auch alle Ehren. Wir liefen über 59 km von Usedom nach Karlshagen, meist an der völlig überfüllten Strandpromenade zwischen Fußgängern und unzähligen Radlern entlang. Völlig flach war die Strecke auch nicht, was man ja auf einer Insel vermuten würde. So hatten wir doch 350 Höhenmeter zu bewältigen, einmal sogar einen Anstieg über 16%! Wir liefen bis zur Marathonmarke gemeinsam, dann schickte mich Michael vor. Die letzten Kilometer konnte ich sogar mit den jeweils eine Stunde nach uns gestarteten schnelleren Läufern gut mithalten. Und so konnte ich das Ziel nach 325 km relativ locker in 07:37 h erreichen.  Michael kam in 07:58 h und sehr gut durch den Tag! Im Ziel machten wir dann noch einige Erinnerungsfotos und machten uns dann auf zur 1 km entfernten Turnhalle. Zum Abschluss gab es eine große Abschlussfeier im Haus des Gastes: Jeder bekam ein Finisher-Shirt, eine Medaille, Urkunde und eine rote Rose. Danach stürmten alle hungrig das üppige Buffet und der ein oder andere genehmigte sich ein Gläschen Pfälzer (!) Wein. Und auf dem Rückweg in der Nacht zur Halle wurden wir dann nochmal so richtig nass!

Fazit: Es waren harte und teilweise nasse 5 Tage, die ich aber (außer der 2. Etappe, als ich den verletzten Michael begleitete) jeweils in nur 17 Sekunden Zeitunterschied pro Kilometer beenden konnte. Michael lief zwar „nur“ zwei Etappen, konnte diese aber richtig gut, auch mit relativ wenigen Trainingskilometern in den Beinen, finishen.  Der Lauf war top organisiert, wir lernten nette, neue Läufer kennen und hatten jede Menge Spaß. Schade, dass dies vorerst der letzte Baltic-Run war!!  

Text Annette

  • Baltic2

 

 

zuhause, 30. Juli 2017

So ein Krampf!

Sechs Leute - drei Grüppchen. Das war unsere heutige Zusammensetzung.

Klaus war alleine unterwegs, er hatte sich für die Schlagbaumrunde entschieden. Für die 18 km über Laurahütte zur Weilach und über Geiersbrunnen und Bismarckturm nach Hause brauchte er 3:05 h.

Birgit, Gerhard und ich liefen über Lindemannsruhe zum Bismarckturm und dann über die Heidfelsen zum Ungeheuersee. Da machten wir erstmal einen Einkehrschwung. Der Hüttendienst wollte Birgit nicht glauben, daß wir Flaschenkinder sind und bestand darauf, das (alkoholfreie) Weizenbierchen ins Glas zu schütten. Wir schafften 15,6 km in 2:14 h, unser Seepäuschen dauerte aber eine Viertelstunde.

Josef und Peter trafen Klaus noch am Parkplatz, sie brauchten 3:25 h für 26,5 km mit 677 Höhenmetern. Ein wenig Zeit "verplemperten" sie mit Josefs Krämpfen. Immer wieder mußte er anhalten und sie rausdrücken. "Dafür" legte Peter sich ab - eigentlich ja mehr so Josefs Revier. Am Nachmittag suchten Peter dann zuhause auch noch Krämpfe heim.

Fotos Peter, Josef, Klaus und Gabi

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zuhause, 23. Juli 2017

Dahingeplätscher

Zu Fünft waren wir heute unterwegs. Oder besser: zu Dritt und zu Zweit. Josef und Peter wollten eigentlich 3 1/2 Stunden laufen, Sonja schloß sich den beiden an, drehte aber nach den Heidfelsen wieder bei, weil sie nur zwei Stunden Zeit hatte. Dabei waren die Herren der Schöpfung dann tatsächlich auch schon nach 2 1/2 Stunden und einem Halbmarathon wieder zuhause. Die beiden waren wohl anfangs motivierter als es ihre Tagesform hergab.

Klaus und ich hatten gleich nix Großes vor und dabei blieb es dann auch. Wir waren nach 2:10 h wieder am Parkplatz und hatten knapp 14 km geschafft.

So ein Sonntagsdahingeplätscherinlaufschuhen muß auch mal sein.

Text Gabi, Fotos Peter, Josef, Klaus, Gabi

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Oberried, 22. Juli 2017

Schwarzwaldberglaufpokal - das nächste Kapitel

Der Tote-Mann-Berglauf in Oberried war das vierte Kapitel in der sechsteiligen Serie "Schwarzwald Berglaufpokal 2017". Da Peter und Frank sich den Pokal auf ihre Agenda geschrieben haben, fuhren wir am Samstagmittag gen Freiburg. Die Universitätsstadt an der Dreisam muß man durchqueren, um nach Oberried zu kommen. Der A5 und ihren Dauerstaus sei Dank, waren wir auf dem Hinweg über 3 Stunden unterwegs.

Kaum hatten die Jungs ihre Startnummern, fuhren Konny und ich hinauf zur Stollenbacher Hütte um von dort aus einen Spaziergang ins Ziel zu machen. Sah es am Parkplatz noch nach einem sicheren Regenguß aus, schien dann doch die ganze Zeit die Sonne.

Die Läufer erreichten das Plateau mit dem Zielkanal von der anderen Seite aus. Unten in Oberried hatte es pünktlich zum Start tatsächlich zu regnen angefangen und unsere beiden Bergziegen machten sich schon auf einen Wasserlauf wie seinerzeit am Kandel gefasst. Aber nach gut 2 h war es wieder trocken. Die ersten 7 km geht's eine Straße hoch, die letzten 1,5 km wechselt das Geläuf auf Schotter. Anfangs geht der Schotterweg steil bergab, um dann nach einer Senke auf der anderen Seite genauso steil wieder nach oben zu gehen. Da sich das Ganze im freien Feld abspielte, konnte man schon direkt sehen, was noch auf einen zukommt. Genauso war es übrigens zu Beginn der Strecke, dort konnte man die Spitze auch schon weit voraus in den nächsten Serpentinen nach oben kreiseln sehen.

Am Parkplatz entschieden wir uns dann, in der Stollenbacher Hütte zu essen statt hinunter in die Goldberghalle zur Siegerehrung zu fahren. Der Ausblick dort oben ist einfach zu schön, um ihn einfach gegen vier Hallenwände zu tauschen.

Peter und Frank waren beide sehr zufrieden mit ihrem Wettkampf und guter Dinge. Ihre Ergebnisse für die 8,4 km mit 750 Höhenmetern: Peter 57:02 min, Frank 65:25 min. Egal wie lang die Berglaufstrecken bisher waren, Peter war immer ca. eine Minute pro Kilometer schneller als Frank. Vielleicht kann Frank das ja in 6 Wochen beim Belchen-Berglauf durchbrechen.

Text und Fotos: Gabi und Konny

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Bretten, 14. Juli 2017

Laufen, während andere längst schlafen

Am Samstag um 17:45 Uhr starteten wir in Bretten beim night52, einem 52 km langen Ultralauf durch den Kraichgau. Hier galt es für uns die „Schmach“ von vor zwei Jahren zu tilgen, wo wir völlig entkräftet schon bei km 24 aus dem Rennen ausstiegen.

Deshalb gingen wir den Lauf ganz bewusst langsam an, sodass sich bereits nach 2,5 km der Besenradler bei uns vorstellte. Nach und nach konnten wir jedoch den einen oder anderen Läufer überholen, waren aber trotzdem sehr gemächlich unterwegs, da zum einen nächste Woche unser Jahreshighlight – der Baltic Run- beginnt und Michael mit schweren Magenproblemen zu tun hatte. Der Lauf ist nicht sehr anspruchsvoll, es gibt viele Asphaltpassagen, aber es geht auch über Feld- und Waldwege und ein paar Anstiege (900 Höhenmeter insgesamt) sind auch zu bewältigen.

So kam es, dass wir die Zielzeit von 7 Stunden fast komplett ausnutzten: In 6:51 h erreichten wir gegen 1:00 Uhr das Ziel im Stadion von Bretten, dessen Laufbahn mit Fackeln auf der letzten Stadionrunde immer wieder eine tolle Atmosphäre bildet.

(Annette)

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zuhause, 16. Juli 2017

Mach' mir den Josef

Heute waren wir nur zu Dritt: Peter, Birgit und ich. Nachdem Peter gestern eine 60 km-MTB-Tour mit 1.500 Höhenmetern und zwei Stürzen genoss, war es ihm heute ganz recht, daß keine schnelle Truppe angetreten ist.

Da ich unbedingt mal wieder Lutz' Blick genießen wollte, liefen wir über die Hessenkellerhütte (die lt. Kennzeichnungen an den Bäumen auch bald relativ frei stehen wird) hinunter ins Krumbachtal, auf der anderen Seite wieder hoch, das letzte Stück zur höchste Stelle gehörte zu Peters Berglaufstrecke. Nach einer kurzen Genieß- und Fotopause liefen wir weiter Richtung Lindemannsruhe und via Ungeheuersee zurück nach Hause. Am See kamen uns noch zwei Männer mit vier Exemplaren ihrer Briardzucht entgegen: eine neunjährige Mutter mit zwei Töchtern und einem Sohn. Vorher hatte Birgit noch einen Riesenpfifferling entdeckt, der den Sonntag wohl nicht unerhitzt überleben wird. Und ich hab's Josef gleich getan und dafür gesorgt, daß auch das Kamerakind Peter mal auf unseren Fotos zu sehen ist.

Knapp 14 km in 2 Stunden, 280 Höhenmeter - fett ist die Beute nicht, aber wir hatten Spaß. Und am Parkplatz noch leckeren Kuchen, den die, die lieber im Bett geblieben sind heute morgen, definitiv verpaßt haben

Text Gabi, Fotos Gabi & Peter

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